Am 13.02.2016 trafen sich um 14:00 Uhr Eltern und Vertreter der politischen Gremien zu einer INFO-Veranstaltung des Fördervereins der Realschule unter Leitung des Vorsitzenden Herrn Bernhard Willmes aus Grevenbrück. Alleiniges Thema waren die hohen Anmeldezahlen bei gleichzeitiger 2-Zügigkeit für das kommende Schuljahr. Mit dabei von Seiten der UWG: Ralf Weber. Besonders engagiert hatte sich in der Sitzung Herr Peter Steinhoff aus Lennestadt-Theten. Währenddessen waren 14 Elternteile der betroffenen Schüler anwesend (dies lässt sich darauf zurückführen, dass lediglich kurzfristig über Printmedien informiert wurde). Leider konnte kein Teilnehmer der Schulleitung begrüßt werden, hingegen jedoch ca. 60-70 Eltern der angenommenen Schüler. Neben der UWG war leider nur die CDU mit Frau Kerstin Brauer vertreten. Sie vertrat dabei lediglich die offizielle Meinung der Verwaltung und legte nochmals die Gründe für die 2-Zügigkeit dar (Alles Vorgaben aus Arnsberg…. Der Stadt sind die Hände gebunden …… eine Deckelung der Realschule auf 2-Zügigkeit sollte ursprünglich die Sekundarschule stärken …).
Bereits seit unserer Gründung vertreten wir die Meinung, dass die Realschule nach wie vor 3-zügig laufen muss! Die Sekundarschule wurde von uns seit dem ersten Tag kritisch gesehen! Umso mehr freut uns die Initiative des Förderverein und der Eltern einen Brief an den Rat, die Verwaltung sowie die Schulbehörde in Arnsberg zu schreiben. Ralf Weber teilte die volle Unterstützung der UWG Lennestadt mit. Ferner wird die Elterninitiative in der kommenden Ratssitzung anwesend sein und eine Resolution sowie Unterschriftenliste an der Bürgermeister übergeben.

Wir sagen: Super Einsatz und Initiative!
Achtung: Ziel muss es sein, eine DAUERHAFTE Lösung (3-Zügigkeit) zu erreichen und nicht wie im letzten Jahr wieder nur einen 12 monatige Regelung zu finden.

Vorab möchten wir Ihnen bereits den Leserbrief unseres Mitglieds Herrn Gerhard Arens ans Herz legen und hoffe darauf, eine einvernehmliche Lösung für alle Beteiligten zu finden.


Wie zu erwarten war, konnte die Schulpflegschaft der Sekundarschule Lennestadt/Kirchhundem mit ihrer Veröffentlichung im letzten Jahr (s. WP vom 31.3. 2015) längst nicht alle Eltern von den Vorteilen der neuen Schulform überzeugen, zumindest die nicht, die ihr Kind jetzt an der Realschule in Grevenbrück angemeldet haben – richtiger Weise müßte gesagt werden: versucht haben anzumelden, denn wie sich inzwischen herumgesprochen hat, müssen über 30 Eltern jetzt mit einer Absage seitens der Realschule rechnen, weil die Anmeldezahlen dort alle Grenzen und Vorgaben sprengen.

Dies hat zur Folge, dass gelost werden muss, was wiederum ergeben hat, dass Geschwisterkinder ggfs. getrennt werden, und Schüler aus der unmittelbaren Nähe der Realschule eine Absage bekommen, andere aus dem entfernten Randbereich dagegen eine Zusage.

Tendenziell scheinen auch die Lennestädter Eltern zu der Erkenntnis zu kommen, was im letzten Jahr in Attendorn, wo es die Sekundarschule schon etwas länger gibt, die Runde machte:

„Seit Einführung der Sekundarschule hat sich an unserem Schulsystem hier eigentlich nichts geändert: wir haben nach wie vor unser Gymnasium und die Realschule – nur unsere ehemalige Hauptschuleschule, die heißt jetzt Sekundarschule -!“

In den Rathäusern von Lennestadt/Kirchundem davon auszugehen, dass die Schüler, die von Grevenbrück eine Absage bekommen, automatisch an der Sekundarschule angemeldet werden (müssen), könnte abgestraft werde. Eher ist davon auszugehen, dass weitere Schüler aus dem südlichen Randbereich der Gemeinde Kirchundem sich zur Realschule Hilchenbach und zumindest Schüler aus dem Elspetal sich Richtung Eslohe orientieren werden.  

Im laufenden Schuljahr sollte die Realschule in Grevenbrück eigentlich auch nur zweizügig geführt werden. Erst durch entsprechenden Druck seitens der betroffenen Eltern mit dem Hinweis, dass in den Ratssitzungen zum Thema immer wieder die Umsetzung des Elternwillens beschworen worden war (der Elternwille ist uns heilig !!!), konnte durch Initiative des Rates bei der Regierung in Arnsberg die Erweiterung auf -allerdings nur einmalige- Dreizügigkeit erreicht werde.

Den nun betroffenen Eltern klarzumachen, dass der (heilige) Elternwille im kommenden Schuljahr nicht mehr zu realisieren ist – nicht mehr realisiert werden kann, wird sicherlich schwerfallen und kaum zu begründen sein.

Mit Spannung werden die Anmeldezahlen zur Sekundarschule L/K (und GS Finnentrop) erwartet. Die Gesamtzahl der Kinder aus allen Grundschulen zu den weiterführenden Schulen ist bekannt. Derzeit nicht bekannt ist, wie viele Eltern ihr Kind nach Absage aus Grevenbrück ggfs. in die Nachbarkreise schicken werden. Aus Sicht der Eltern -zum Wohle ihres Kindes- werden sicher einige mit dem Gedanken spielen. Längere Anfahrten werden dann vielleicht nachrangig bewertet:

Vor Gründung der Realschule in Meggen fuhren – bei meist schlechteren Anfahrtbedingungen – Schüler aus Heinsberg, Oberhundem, Welschen Ennest und Saahausen zur Realschule nach Grevenbrück. Die Eltern aus den genannten Orten sollten die Schulträger für akceptable Fahrverkehrsbedingungen in die Pflicht nehmen. Besonders hier wird sich zeigen, ob den Schulträgern der Elternwille „heilig“ ist.

Aus Sicht der Eltern -zum Wohle ihrer Kinder- fährt schon seit längerer Zeit eine nennswerte Anzahl von Kindern aus dem HSK am Schmallenberger Gymansium vorbei nach Lennestadt.Sollte die 4-Zügigkeit der Sekundarschule in Lennestadt und die 2-Zügigkeit in Kirchundem nicht erreicht werden, darf man gespannt sein, wie man in beiden Rathäusern reagieren wird.

Gerhard Arens,  Lennestadt